Absage der Literarischen Woche Bremen 2021

Pres­se­infor­ma­ti­on der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung

Bre­men, 8. Okto­ber 2020

Die gesamt­ge­sell­schaft­li­chen Aus­wir­kun­gen der Corona-Pandemie und die vor­aus­sicht­li­che Per­spek­ti­ve für die nächs­ten Mona­te haben zur Absa­ge auch kul­tu­rel­ler Ver­an­stal­tun­gen geführt. Auch der Vor­stand der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung hat kei­ne opti­mis­ti­sche Pro­gno­se über die Mög­lich­keit der Durch­füh­rung der Lite­ra­ri­schen Woche Bre­men 2021. Des­halb gibt die Rudolf- Alex­an­der Schröder-Stiftung bekannt, dass im Jahr 2021 kei­ne Lite­ra­ri­sche Woche mit ihren vie­len unter­schied­li­chen Ver­an­stal­tungs­for­men statt­fin­den wird. Der Vor­stand plant wei­ter­hin die fei­er­li­che Ver­lei­hung des Bre­mer Lite­ra­tur­prei­ses am 18. Janu­ar 2021 in der Obe­ren Rat­haus­hal­le und die Preis­trä­ger­le­sung am 17. Janu­ar 2021 in der Glo­cke. Natür­lich wird die Durch­füh­rung auch die­ser Ver­an­stal­tun­gen von den dann aktu­el­len Gege­ben­hei­ten abhän­gen.

 

Literarische Woche 2020 beendet

Mit dem Fina­le auf der Offe­nen Büh­ne im KUKOON ges­tern Abend fand auch die Lite­ra­ri­sche Woche 2020 ihren Abschluss.  Sie, die Besu­cher der Lite­ra­ri­schen Woche, haben uns auch in die­sem Jahr die Treue gehal­ten. Hier­für möch­ten wir uns, auch im Namen aller Mit­ar­bei­ter und Koope­ra­ti­ons­part­ner, bei Ihnen ganz herz­lich bedan­ken. Und wir wür­den uns sehr freu­en, Sie im Janu­ar 2021 zur dann 45. Lite­ra­ri­schen Woche wie­der begrü­ßen zu kön­nen.

Zum Abschluss ein gro­ßes Dan­ke­schön  an alle, die zum Gelin­gen der Lite­ra­ri­schen Woche bei­getra­gen haben: an die Autorin­nen und Autoren, an die Mode­ra­to­rin­nen und Mode­ra­to­ren, die Red­ne­rin­nen und Red­ner, dem Künst­ler Dar­ío Zeruto und dem groß­ar­ti­gen kana­di­schen Jazz­mu­si­ker

Miles Per­kin. Aber auch den Betei­lig­ten hin­ter den Kulis­sen soll hier gedankt wer­den, ohne die ein sol­ches Lite­ra­tur­fes­ti­val gar nicht mög­lich wäre, den Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter bei den Koope­ra­ti­ons­part­nern und dem enga­gier­ten Team von Kat­ja Bisch­off von der Öffent­lich­keits­ar­beit der Stadt­bi­blio­thek, das die Lite­ra­ri­sche Woche orga­ni­siert und koor­di­niert hat.

Ges­tern stan­den noch ein­mal zwei Ver­an­stal­tun­gen auf dem Pro­gramm des Lite­ra­tur­fes­ti­vals. Der Wall-Saal war gefüllt als am Spät­nach­mit­tag die  Bil­der­buch­künst­le­rin Danie­la Kulot umfas­send ihre Arbeit vor­stell­te. Im Gespräch mit Eli­sa­beth Holler­we­ger vom Bre­mer Insti­tuts für Bil­der­buch­for­schung ging es unter ande­rem dar­um, wie kind­li­che Per­spek­ti­ven auf das The­ma »Lie­be« am bes­ten auf­ge­grif­fen und empa­thisch aus­ge­stal­tet wer­den kön­nen. Danie­la Kulot las auch zu pro­ji­zier­ten Abbil­dun­gen aus ihrem Buch »Ein klei­nes Kro­ko­dil mit ziem­lich viel Gefühl« und gab Ein­blick in den Ent­wick­lungs­pro­zess eines Bil­der­buchs.   [Mehr zu der Ver­an­stal­tung fin­den sie hier >>]

Gro­ßer Andrang ges­tern Abend bei der Offe­nen Büh­ne im Kul­tur­zen­trum KUKOON. Es gab weit mehr als die geplan­ten zwölf Bei­tra­gen­den, so dass der Mode­ra­tor des Abends Jens Laloire schließ­lich die Teil­neh­men­den aus­lo­sen muss­te, die Zugang zur Büh­ne im bis auf den letz­ten Platz gefüll­ten Kul­tur­zen­trum KUKOON erhiel­ten.  Fünf­zehn Autorin­nen und Autoren waren es dann, die ihre höchst unter­schied­li­che eige­ne Tex­te zum The­ma »Lie­be« unter dem Titel »Lie­bes­flash, Lie­bes­trash« prä­sen­tie­ren woll­ten.  [Mehr zu der Ver­an­stal­tung fin­den sie hier >>]

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Alle Ver­an­stal­tungs­fo­tos © Vic­tor Strö­ver, nord­sign

Donnerstag, 23. Januar

Abbildung: Daniela Kulot
Danie­la Kulot

Zu guter Letzt: Bil­der­buch­dia­lo­ge im Wall-Saal und Lie­bes­flash, Lie­bes­trash im KUKOON
Die Lite­ra­ri­sche Woche biegt auf die Schluss­ge­ra­de ein: Heu­te am Spät­nach­mit­tag spricht die Bil­der­buch­künst­le­rin Danie­la Kulot im Wall-Saal dar­über, wie sich Kin­dern das The­ma Lie­be nahe brin­gen lässt. Mit ihr auf dem Podi­um und im Gespräch ist Dr. Eli­sa­beth Holler­we­ger. Die Ver­an­stal­tung beginnt um 17.30 Uhr, der Ein­tritt ist frei.  [Mehr zu der Ver­an­stal­tung fin­den sie hier >>]

Offe­ne Büh­ne im KUKOON 2019. Foto © Vic­tor Strö­ver

Das Fina­le des Lite­ra­tur­fes­ti­vals fin­det dann heu­te Abend im Kul­tur­zen­trum KUKOON statt. Unter dem Titel »Lie­bees­flash, Lie­bes­trash« tre­ten bis zu zwölf »Schriftsteller*innen und Sprachkünstler*innen aller Alters­klas­sen« auf die Offe­ne Büh­ne und prä­sen­tie­ren ihre Tex­te zum The­ma der Lite­ra­ri­schen Woche 2020: Lie­be in unüber­sicht­li­chen Zei­ten – Lebens- und Lie­bes­sti­le im Sog der Ver­än­de­rung.  Mode­riert wer­den sie dabei vom Bre­mer Lite­ra­tur­jour­na­lis­ten und Autor Jens Laloire, die Musik dazu kommt von DJa­ne Gül­ba­har Kül­tür.  Freu­en wir uns auf einen span­nen­den und unter­halt­sa­men Abend. Für die Zuschau­er beginnt Ver­an­stal­tung um 20 Uhr, wenn sie selbst auf die Offe­ne Büh­ne wol­len, müs­sen sie schon um 19 Uhr im KUKOON sein und sich bei Jens Laloire anmel­den.  [Mehr zu der Ver­an­stal­tung fin­den sie hier >>]

 

Mittwoch, 22. Januar

Abbildung: Darío Zeruto in der Ausstellung im Wall-Saal. Foto (c) Victor Ströver
Dar­ío Zeruto in der Aus­stel­lung im Wall-Saal. Foto © Vic­tor Strö­ver

Ruhe­tag bei der Lite­ra­ri­schen Woche
Heu­te macht die Lite­ra­ri­sche Woche Pau­se. Wie wäre es, wenn sie die ver­an­stal­tungs­freie Zeit zu einem Aus­stel­lungs­be­such nut­zen? Die von Dar­ío Zeruto mit dem Insti­tu­to Cer­van­tes von Bre­men kon­zi­pier­te Aus­stel­lung »Wie Reis aus­le­sen« zeigt zum ers­ten Mal ein brei­tes Spek­trum von Papier­ar­bei­ten, die in den letz­ten zehn Jah­ren ent­stan­den sind. Der Haupt­teil der Arbei­ten ist im Wall-Saal der Zen­tral­bi­blio­thek zu sehen, wei­ter betei­ligt sind das Gerhard-Marcks-Haus, die Wil­helm Wagen­feld Stif­tung und die Vil­la Ichon. Im Insti­tu­to Cer­van­tes wird eine der ers­ten Arbei­ten des Künst­lers aus­ge­stellt.  [Mehr zu der Aus­stel­lung fin­den sie hier >>]

Abbildung: Titel MedientippsOder wie wäre es mit einem Lese­tag? Das Lek­to­rat der Stadt­bi­blio­thek hat einen Fly­er mit Medi­en­tipps zur The­ma­tik der Lite­ra­ri­schen Woche zusam­men­ge­stellt, auf der sie zahl­rei­che Emp­feh­lun­gen zur »Lie­be in unüber­sicht­li­chen Zei­ten« fin­den.  Das Falt­blatt in gedruck­ter Form erhal­ten sie in der Stadt­bi­blio­thek, wo sie auch alle Titel aus­lei­hen kön­nen (falls da nicht ande­re schnel­ler waren – in die­sem Fall emp­fiehlt sich eine Vor­be­stel­lung oder, wenn sie nicht so lan­ge war­ten mögen, ein Besuch bei einer Buch­hand­lung ihres Ver­trau­ens, die ihnen sicher ger­ne wei­ter­hilft). Sie kön­nen den Fly­er in digi­ta­ler Form als pdf-Datei auch gleich hier >> her­un­ter­la­den.

Tonio Scha­chin­ger, För­der­preis­trä­ger des Bre­mer Lite­ra­tur­prei­ses 2020, las ges­tern Vor­mit­tag vor gela­de­nen Schul­klas­sen im Hau­se der ÖVB – Öffent­li­che Ver­si­che­rung Bre­men aus sei­nem im letz­ten Jahr erschie­ne­nen Roman »Nicht wie ihr«. Die Schü­le­rin­nen und Schü­ler sorg­ten mit ihren viel­fäl­ti­gen Fra­gen gemein­sam mit dem aus­kunfts­freu­di­gen Autor für ein span­nen­des Gespräch. Die ÖBV, die auch seit 2005 den För­der­prei­ses in Höhe von 6.000 Euro finan­ziert, orga­ni­siert all­jähr­lich in Zusam­men­ar­beit mit dem Ver­ein workshop:literatur die­se Lesung des För­der­preis­trä­gers für Bre­mer Schul­klas­sen. [Mehr zu der Ver­an­stal­tung fin­den sie hier >>]

In der ein­drucks­vol­len Atmo­sphä­re der Kul­tur­kir­che St. Ste­pha­ni fand ges­tern Abend um 19 Uhr die Lesung von Hele­ne Bukow­ski statt, die ihren Debüt­ro­man »Milch­zäh­ne« mit­ge­bracht hat­te. In Lesung und Gespräch mit dem Publi­kum prä­sen­tier­te sie ihre dys­to­pi­sche Visi­on aus einer Welt nach dem Kli­ma­kol­laps. Pas­to­rin Die­mut Mey­er führ­te in die Ver­an­stal­tung ein und lei­te­te das Gespräch. [Mehr zu der Ver­an­stal­tung fin­den sie hier >>]

Zur glei­chen Zeit stell­te Sté­pha­nie Dupays in Lesung und Gespräch mit Yann Fournier-Passard im Insti­tut français Bre­men ihren Roman »Com­me elle l‘imagine« vor. Pha­nie Blu­teau, Direk­to­rin des Insti­tut français, eröff­ne­te den lite­ra­ri­schen Abend . [Mehr zu der Ver­an­stal­tung fin­den sie hier >>]

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Alle Ver­an­stal­tungs­fo­tos © Vic­tor Strö­ver, nord­sign

Info

Aus­führ­li­che Infor­ma­tio­nen zu den Ver­an­stal­tun­gen der Lite­ra­ri­schen Woche 2020 fin­den Sie hier auf die­ser Web-Site.
Infor­ma­tio­nen zum The­ma der Lite­ra­ri­schen Woche gibt es hier >>.
Für wei­te­re Aus­künf­te ste­hen wir Ihnen ger­ne unter Tele­fon: 0421–361-4708 und E‑Mail: katja.bischoff@stadtbibliothek.bremen.de zur Ver­fü­gung.
Immer up to date: Alle Ter­mi­ne der Lite­ra­ri­schen Woche für Ihren elek­tro­ni­schen Kalen­der als Datei zum beque­men Import erhal­ten Sie hier >>.
Das kom­pak­te Pro­gramm der Lite­ra­ri­schen Woche kön­nen Sie sich hier >> auf Ihren Rech­ner laden (pdf-Datei, 929 KB).
Infor­ma­tio­nen zum Bre­mer Lite­ra­tur­preis 2020 fin­den Sie auch auf der Web­sei­te der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung >>>.

Dienstag, 21. Januar

Abbildung: Helene Bukowski, Foto: (c) Rabea Edal
Hele­ne Bukow­ski, Foto: © Rabea Edal
Abbildung: Stephanie Dupays, Foto (c) Catherine Hélie
Ste­pha­nie Dupays, Foto © Cathe­ri­ne Hélie
Archiv­bild: Heinz Hel­le liest im Hau­se der ÖVB vor Bre­mer Schü­lern 2019.

Hele­ne Bukow­ski in der Kul­tur­kir­che, Sté­pha­nie Dupays im Insti­tut français, Tonio Scha­chin­ger im Hau­se der ÖVB
Heu­te Abend haben die Besu­cher der Lite­ra­ri­schen Woche die Qual der Wahl, denn auf dem Pro­gramm des Lite­ra­tur­fes­ti­vals ste­hen zwei hoch­ka­rä­ti­ge Lesun­gen, die gleich­zei­tig statt­fin­den. In der Kul­tur­kir­che St. Ste­pha­ni liest Hele­ne Bukow­ski um 19 Uhr aus ihrem Roman­erst­ling »Milch­zäh­ne«, einer dys­to­pi­sche Geschich­te um eine jun­ge Frau, die sich an ihre Kind­heit als Frem­de in einem archai­schen Dorf nach der Apo­ka­lyp­se erin­nert. Pas­to­rin Die­mut Mey­er wird in die Ver­an­stal­tung ein­lei­ten und das Gespräch mit der Autorin füh­ren.  [Mehr zu der Ver­an­stal­tung fin­den sie hier >>]
Eben­falls um 19 Uhr ist die Lite­ra­ri­sche Woche zu Gast in Frank­reich: Das Insti­tut français hat die pro­mi­nen­te Autorin und Lite­ra­tur­kri­ti­ke­rin Sté­pha­nie Dupays ein­ge­la­den, die aus »Com­me elle l‘imagine«, ihrem zwei­ten Roman lesen wird, in dem sie die neu­en Arten des Lie­bens in den Zei­ten von Face­book hin­ter­fragt.   [Mehr zu die­ser Ver­an­stal­tung fin­den sie hier >>]
Schon heu­te Vor­mit­tag fin­det die tra­di­tio­nel­le Lesung des För­der­preis­trä­gers im Hau­se der ÖVB statt. Tonio Scha­chin­ger liest um 10 Uhr im Rah­men der Lite­ra­ri­schen Woche vor ein­ge­la­de­nen Schul­klas­sen aus sei­nem Roman »Nicht wie ihr«. Die  ÖVB Öffent­li­che Ver­si­che­run­gen Bre­men stif­tet seit 2005 den För­der­preis zum Bre­mer Lite­ra­tur­preis in Höhe von 6.000 EUR . [Mehr zu der Ver­an­stal­tung fin­den sie hier >>]

Ges­ten Abend war der Schwei­zer Autor Demi­an Lien­hard Gast der Lite­ra­ri­schen Woche 2020 und hat­te sei­nen im letz­ten Jahr erschie­ne­nen Roman »Ich bin die, vor der mich mei­ne Mut­ter gewarnt hat« mit­ge­bracht, den er in Lesun­gen und im Gespräch mit dem Bre­mer Lite­ra­tur­jour­na­lis­ten und Autor Jens Laloire im Bam­ber­ger Saal der Volks­hoch­schu­le einem inter­es­sier­ten Publi­kum vor­stell­te. [Mehr zu die­ser Ver­an­stal­tung fin­den sie hier >>]

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Montag, 20. Januar (2)

Vor der Preis­ver­lei­hung im Bre­mer Rat­haus: Tonio Scha­chin­ger (För­der­preis­trä­ger des Bre­mer Lite­ra­tur­prei­ses 2020), Bür­ger­meis­ter Dr. Andreas Boven­schul­te (Sena­tor für Kul­tur), Bar­ba­ra Honig­mann (Preis­trä­ge­rin des Bre­mer Lite­ra­tur­prei­ses 2020), Micha­el Sie­ber (Vor­sit­zen­der der Rudolf-Alexander-Schröder Stif­tung), Bar­ba­ra Lison (Geschäfts­füh­re­rin der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung). Foto: © Vic­tor Strö­ver, nord­sign, Bre­men

Bre­mer Lite­ra­tur­preis 2020 ver­lie­hen
Im Rah­men eines Fest­akts wur­de heu­te Mit­tag in der Obe­ren Hal­le des Bre­mer Rat­hau­ses der Bre­mer Lite­ra­tur­preis 2020 der Rudolf-Alexander-Schröder- Stif­tung an Bar­ba­ra Honig­mann ver­lie­hen für ihren Roman »Georg«. Die Jury lob­te: »Das in poe­ti­scher Pro­sa gezeich­ne­te Por­trät eines Bon­vi­vant, Kom­mu­nis­ten und deut­schen Juden ver­ge­gen­wär­tigt die Geschich­te des zwan­zigs­ten Jahr­hun­derts, indem es in die Abgrün­de die­ser Figur blickt. Es ver­bin­det die Genau­ig­keit des Nah­blicks auf die cha­rak­te­ris­ti­schen Details der Per­son mit hell­wa­cher Auf­merk­sam­keit auf die bedrän­gen­den Zeit­um­stän­de und deren Bio­gra­fie.« Jury­mit­glied Dr. Lothar Mül­ler hob in sei­ner Lau­da­tio an Honig­manns Roman beson­ders als posi­tiv her­vor, dass es kein Fazit, kein abschlie­ßen­des Urteil der Toch­ter über das Leben ihres Vaters gibt. Statt­des­sen, so Mül­ler, gibt es eine »Leer­stel­le« der nicht geschrie­be­nen Lebens­er­in­ne­run­gen ihres Vaters: »Es gilt man­chen Lesern als Ärger­nis, wenn eine Figur nicht aus­er­zählt ist. Bar­ba­ra Honig­mann aber ist für die gro­ße Kunst zu loben, mit der sie in ›Georg‹ von ihrem Vater erzählt, ohne ihn aus­zu­er­zäh­len.«*
Tonio Scha­chin­ger erhielt den För­der­preis für den Roman »Nicht wie ihr«. Die Jury begrün­de­te ihre Wahl: »Der Roman ›Nicht wie ihr‹ ist viel mehr als ein milieu­ge­treu­es Fuß­ball­buch: Mit sei­nem Hel­den Ivo Tri­fu­n­o­vić zeich­net der Autor das Bild eines Pro­fi­ki­ckers aus Wien, der mit Witz und kon­trol­lier­ter Wut auf Zumu­tun­gen des Busi­ness, eth­ni­sche Vor­ur­tei­le und eine vor­ge­stanz­te Spra­che reagiert, ein Macho, haar­sträu­bend und bei­na­he lie­bens­wert.« Dr. Danie­la Strigl, Jury­mit­glied des Bre­mer Lite­ra­tur­prei­ses, stell­te gleich zu Beginn ihrer Lau­da­tio für den För­der­preis­trä­ger fest: »Tonio Scha­chin­ger zu loben ist sehr schwer und sehr leicht. Sehr leicht, weil man aus sei­nem Debüt nur recht aus­gie­big zitie­ren muss, damit es klug wird und lus­tig. Sehr schwer aus dem­sel­ben Grund. Es ist dem Buch nichts hin­zu­zu­fü­gen. Die Lat­te liegt hoch und sie ist bereits erreicht.«
Bre­mens Bür­ger­meis­ter, Kul­tur­se­na­tor Dr. Andreas Boven­schul­te, gra­tu­lier­te Bar­ba­ra Honig­mann und Tonio Scha­chin­ger zu ihren Aus­zeich­nun­gen. In sei­ner Rede wür­dig­te er die Fan­ta­sie und Fabu­lier­lust, die Neu­gier und das Erkennt­nis­in­ter­es­se als Antrieb gro­ßer Lite­ra­tur. »Es ist die Empa­thie der Schrift­stel­le­rin­nen und Schrift­stel­ler, die uns anspricht, uns mit­füh­len lässt, eine zutiefst mensch­li­che Qua­li­tät, die die Ver­bin­dung zwi­schen Autor, Text und dem Leser und der Lese­rin her­stellt. Im Buch spricht der Mensch zum Men­schen, erst die­ser Dia­log macht das Werk leben­dig«, sag­te der Kul­tur­se­na­tor, der sich bei der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung und der Stadt­bi­blio­thek Bre­men für die Ver­ga­be des Lite­ra­tur­prei­ses und die Aus­rich­tung der Lite­ra­ri­schen Woche bedank­te.  [Mehr zu der Ver­an­stal­tung fin­den sie hier >>]

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Die Lau­da­tio­nes auf Bar­ba­ra Honig­mann und Tonio Scha­chin­ger und die Dan­kes­re­den der Preis­trä­ger, die bei der Ver­lei­hung des Bre­mer Lite­ra­tur­prei­ses 2020 gehal­ten wur­den, kön­nen sie hier nach­le­sen:
Lau­da­tio auf Bar­ba­ra Honig­mann, gehal­ten von Dr. Lothar Mül­ler (pdf-Datei, 168 kB) >>
Dan­kes­re­de von Bar­ba­ra Honig­mann (pdf-Datei, 105 kB) >>
Lau­da­tio auf Tonio Scha­chin­ger, gehal­ten von Dr. Danie­la Strigl (pdf-Datei, 168 kB) >>
Dan­kes­re­de von Tonio Scha­chin­ger (pdf-Datei, 220 kB) >>
* Die Wie­der­ga­be der Redein­hal­te der Juro­ren und des Kul­tur­se­na­tors folgt der Pres­se­mit­tei­lung der Rudolf-Alexander-Schröder-Gesellschaft.

Montag, 20. Januar

Archiv­bild: Preis­ver­lei­hung 2017 in der Obe­ren Rat­haus­hal­le

Ver­lei­hung des Bre­mer Lite­ra­tur­prei­ses
Stets der fest­li­che Höhe­punkt der Lite­ra­ri­schen Woche Bre­men: Die Ver­lei­hung des Bre­mer Lite­ra­tur­prei­ses in der Obe­ren Hal­le des Alten Rat­hau­ses. Heu­te erhält Bar­ba­ra Honig­mann den mit 25.000 Euro dotier­ten Bre­mer Lite­ra­tur­preis der Rudolf Alex­an­der Schrö­der Stif­tung für ihren im Han­ser Ver­lag erschie­ne­nen Roman Georg. Tonio Scha­chin­ger emp­fängt den mit 6.000 Euro dotier­ten För­der­preis des Bre­mer Lite­ra­tur­prei­ses 2020 für sei­nen im Kre­mayr & Sche­ri­au Ver­lag erschie­ne­nen Roman Nicht wie ihr. Der För­der­preis wird seit 2005 von der ÖVB – Öffent­li­chen Ver­si­che­rung Bre­men finan­ziert. Die Lau­da­tio auf die Preis­trä­ge­rin Bar­ba­ra Honig­mann wird Dr. Lothar Mül­ler hal­ten, Dr. Danie­la Strigl wird den För­der­preis­trä­ger Tonio Scha­chin­ger wür­di­gen. Der Sena­tor für Kul­tur Bür­ger­meis­ter Dr. Andreas Boven­schul­te wird Preis­trä­ger und Publi­kum begrü­ßen. Die Ver­an­stal­tung beginnt um 12 Uhr, der Ein­tritt ist frei. Grup­pen mel­den sich bit­te an unter: 0421–3614708 (Stadtbibliothek/Presse- und Öffent­lich­keits­ar­beit) [Mehr zu der Ver­an­stal­tung fin­den sie hier >>]

Abbildung: Demian Lienhard, Foto (c) Laura J. Gerlach
Demi­an Lien­hard, Foto © Lau­ra J. Ger­lach

Am Abend ist der Schwei­zer Autor Demi­an Lien­hard zu Gast bei der Lite­ra­ri­schen Woche. In einer Lesung und im Gespräch mit dem Bre­mer Lite­ra­tur­jour­na­lis­ten und Autor Jens Laloire wird er in der Volks­hoch­schu­le sein Roman­de­but »Ich bin die, vor der mich mei­ne Mut­ter gewarnt hat« vor­stel­len. Sei­ne Prot­ago­nis­tin ist Alba, eine jun­ge Frau aus einer dys­funk­tio­na­len Fami­lie, die in den Ach­zi­ger Jah­ren in Zürich in die Pro­test­sze­ne gerät und schließ­lich zu einer Art »schwei­ze­ri­schen Chris­tia­ne F.« (Hans-Peter Kunisch, Süd­deut­sche Zei­tung) wird. Gérard Otrem­ba lobt in Sounds&Books: »›Ich bin die, vor der mich mei­ne Mut­ter gewarnt‹ hat gehört zu den lite­ra­ri­schen Glanz­ta­ten die­ses Jah­res. Ein scho­nungs­lo­ser, bru­ta­ler, und doch wit­zi­ger und warm­her­zi­ger Roman.« Die lite­ra­tur­be­geis­ter­ten Bre­mer dür­fen sich auf eine span­nen­de Lesung freu­en. Die Ver­an­stal­tung beginnt um 19 Uhr. [Mehr zu die­ser Ver­an­stal­tung fin­den sie hier >>]

Wie immer auf reges Inter­es­se der Bre­mer Lite­ra­tur­be­geis­ter­ten stieß die Lesung der Preis­trä­ger des Bre­mer Lite­ra­tur­prei­ses, die ges­tern im Klei­nen Saal der Glo­cke statt­fand; da das Par­kett schnell gefüllt war, muss­te die­ses Jahr sogar der Bal­kon für die Zuschau­er geöff­net wer­den. Mode­riert von Dr. Lothar Mül­ler, Mit­glied des Vor­stands der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung und Lite­ra­tur­re­dak­teu­er der Süd­deut­schen Zei­tung, stell­ten die bei­den Preis­trä­ger ihre aus­ge­zeich­ne­ten Wer­ke vor. Dabei las die Preis­trä­ge­rin des Bre­mer Lite­ra­tur­prei­ses 2020 Bar­ba­ra Honig­mann aus ihrem Roman »Georg«. Tonio Scha­chin­ger, För­der­preis­trä­ger des Jah­res 2020 prä­sen­tier­te sei­nen Roman »Nicht wie ihr« [Mehr zu der Ver­an­stal­tung fin­den sie hier >>]

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Alle Ver­an­stal­tungs­fo­tos © Vic­tor Strö­ver, nord­sign

Sonntag, 19. Januar

Blick in den Klei­nen Saal der Glo­cke wäh­rend der Preis­trä­ger­le­sung 2019.

Abbildung: Buchtitel Barbara Honigmann: GeorgAbbildung: Buchtitel Tonio Schachinger: Nicht wie ihrPreis­trä­ger­le­sung in der Glo­cke
Am heu­ti­gen Sonn­tag ste­hen erst­mals die Preis­trä­ger des Bre­mer Lite­ra­tur­prei­ses und ihre Bücher im Zen­trum der Lite­ra­ri­schen Woche. In einer vom Vor­sit­zen­der der Jury Lothar Mül­ler (Süd­deut­sche Zei­tung) mode­rier­ten Ver­an­stal­tung stel­len Bar­ba­ra Honig­mann und Tonio Scha­chin­ger ihre aus­ge­zeich­ne­ten Roma­ne »Georg« und »Nicht wie ihr« in Lesung und Gespräch dem Bre­mer Publi­kum vor. Beginn der Preis­trä­ger­prä­sen­ta­ti­on ist 18 Uhr im Klei­nen Saal der Glo­cke; der Ein­tritt ist frei.[Mehr zu der Ver­an­stal­tung fin­den sie hier >>]

Abbildung: Buchtitel Norbert Ohler: Harro & Libertas

Ges­tern Abend stell­te Nor­man Ohler im Wall-Saal sein aktu­el­les Buch vor, die Geschich­te einer Wider­stands­grup­pe gegen die natio­nal­so­zia­lis­ti­sche Herr­schaft im Ber­lin der dreis­si­ger und Anfang der vier­zi­ger Jah­re, die  unter dem Titel »Har­ro und Liber­tas« im Sep­tem­ber letz­ten Jah­res erschie­nen ist. In Lesun­gen und im Gespräch mit dem Bre­mer Lite­ra­tur­jour­na­lis­ten und Autor Jens Laloire wur­de das pri­va­te und poli­ti­sche Leben des Krei­ses um den Publi­zis­ten Har­ro Schulze-Boysen und sei­ner Frau Liber­tas Schulze-Boysen leben­dig. Auch ein regio­na­ler Bezug kam zur Spra­che: Liber­tas Schulze-Boysen war mit der Bre­mer Wider­stands­kämp­fe­rin Cato Bont­jes van Beek befreun­det, gemein­sam druck­ten und ver­teil­ten die bei­den Frau­en ille­ga­le Schrif­ten und Flug­blät­ter,  Cato Bont­jes van Beek unter­stütz­te Liber­tas Schulze-Boysen bei der Doku­men­ta­ti­on von Ver­bre­chen der deut­schen Wehr­macht. [Mehr zu der Ver­an­stal­tung fin­den sie hier >>]

Abbildung: Darío Zeruto beim Workshop mit Familien »Falte und erzähle!« Foto (c) Victor Ströver
Dar­ío Zeruto beim Work­shop mit Fami­li­en »Fal­te und erzäh­le!«

Reger Andrang Nach­mit­tag im Marie-Mindermann-Raum der Zen­tral­bi­blio­thek: Der kuba­ni­sche Künst­ler Dar­ío Zerui­to führ­te mit Fami­li­en einen Work­shop zum krea­ti­ven und erzäh­le­ri­schen Umgang mit Papier­falt­tech­nik durch. [Mehr zu der Ver­an­stal­tung fin­den sie hier >>]

Auch für die Cine­as­ten wur­de ges­tern Abend gesorgt: Das CITY46 zeig­te zur The­ma­tik der Lite­ra­ri­schen Woche 2020 den in Can­nes aus­ge­zeich­ne­ten Spiel­film »Por­trait einer jun­gen Frau in Flam­men« von Celi­ne Sciam­ma. Hol­ger Tepe führ­te in die Film­vor­füh­rung ein.  [Mehr zu der Ver­an­stal­tung fin­den sie hier >>]

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Alle Ver­an­stal­tungs­fo­tos © Vic­tor Strö­ver, nord­sign

Sonnabend, 18. Januar

Abbildung: Foto Workshop Zeruto
Foto: © Dar­ío Zeruto
Abbildung: Norman Ohler, Foto: (c) Markus Tedeskino
Nor­man Ohler, Foto: © Mar­kus Tedes­ki­no
Abbildung: Szenenfoto aus: Portrait einer jungen Frau in Flammen
Sze­nen­fo­to aus: Por­trait einer jun­gen Frau in Flam­men © Ala­mo­de Film

Ein Work­shop und eine Geschich­te von Lie­be und Wider­stand im Wall-Saal, eine jun­ge Frau in Flam­men im CITY 46
Heu­te bie­tet die Lite­ra­ri­sche Woche ihnen drei sehr unter­schied­li­che Ver­an­stal­tun­gen an: Zu Beginn gibt es heu­te Nach­mit­tag ein schnel­les Wie­der­se­hen mit dem kuba­ni­schen Künst­ler Dar­ío Zeruto, des­sen Aus­stel­lungs­er­öff­nung ges­tern Abend auf dem Pro­gramm des Lite­ra­tur­fes­ti­vals stand (Fotos der Ver­nis­sa­ge kön­nen sie wei­ter unten auf die­ser Sei­te sehen). In einem Work­shop, der sich spe­zi­ell an Fami­li­en mit Kin­dern von acht bis vier­zehn Jah­ren rich­tet, ent­steht ein klei­nes Buch, nur indem zwei Blät­tern Papier mit den Hän­den gefal­tet wer­den. Die­ses Buch wird dann zu einem Erin­ne­rungs­be­häl­ter. Lei­der sind inzwi­schen alle ver­füg­ba­ren Plät­ze im Work­shop ver­ge­ben.  [Mehr zu der Ver­an­stal­tung fin­den sie hier >>]
Eben­falls im Wall-Saal, abends um 19 Uhr, prä­sen­tiert Nor­man Ohler sei­ne jüngs­te Ver­öf­fent­li­chung: »Har­ro und Liber­tas« erzählt die Geschich­te einer Wider­stands­grup­pe im natio­nal­so­zia­lis­ti­schen Ber­lin. Das Netz­werk um Liber­tas und Har­ro Schulze-Boysen gehör­te unter dem Namen »Rote Kapel­le« zum fes­ten Bestand­teil der Auf­ar­bei­tung des Natio­nal­so­zia­lis­mus in der DDR, im Wes­ten war die Grup­pe weni­ger bekannt. In Lesung und im Gespräch mit dem Bre­mer Lite­ra­tur­jour­na­lis­ten und Autor Jens Laloire wird Nor­man Ohler dem Bre­mer Publi­kum die Wider­stands­grup­pe nahe brin­gen. [Mehr zu die­ser Ver­an­stal­tung fin­den sie hier >>]
Eine Alter­na­ti­ve zum Besuch der Lesung ist ein Gang ins Kino: Das CITY 46 zeigt als cine­as­ti­schen Bei­trag zur dies­jäh­ri­gen Lite­ra­ri­schen Woche »Por­trait einer jun­gen Frau in Flam­men« der fran­zö­si­schen Regis­seu­rin Celi­ne Sciam­ma. »›Por­trät einer jun­gen Frau in Flam­men‹ ist zwar ein His­to­ri­en­dra­ma, aber dem Sinn nach ein uto­pi­sches. Sciam­ma geht in die Ver­gan­gen­heit zurück, um die Zukunft zu erfor­schen. Dabei gelingt ihr ein Kos­tüm­film, der auf wun­der­sa­me Wei­se zeit­los aus­sieht.« schreibt Ursu­la März in der »Zeit«. Der Jury in Can­nes war der Film im letz­ten Jahr eine Nomi­nie­rung für die Gol­de­ne Pal­me und die Aus­zeich­nung für das bes­te Dreh­buch wert. [Mehr zu der Ver­an­stal­tung fin­den sie hier >>]

Dar­ío Zeruto, Foto © Vic­tor Strö­ver

Ges­ten Abend wur­de die Aus­stel­lung »Wie Reis aus­le­sen« mit Papier­ar­bei­ten von Dar­ío Zeruto im Bei­sein des Künst­lers und unter reger Teil­nah­me des Bre­mer kunst­in­ter­es­sier­ten Publi­kums im Wall-Saal der Zen­tral­bi­blio­thek eröff­net. Die Arbei­ten sind dort noch bis zum 29. Febru­ar zu sehen. Dar­über hin­aus zei­gen auch vier Koope­ra­ti­ons­part­ner wäh­rend die­ser Zeit Arbei­ten von Dar­ío Zeruto: das Gerhard-Marcks-Haus, die Wil­helm Wagen­feld Stif­tung, die Vil­la Ichon und das Insti­tu­to Cer­van­tes. [Mehr zu die­ser Ver­an­stal­tung fin­den sie hier >>]

 

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Freitag, 17. Januar

Abbildung: Darío Zeruto, Foto (c) Hélène Genvrin
Dar­ío Zeruto, Foto © Hélè­ne Gen­vrin
Abbildung: Nostalgia von Darío Zeruto, Foto: (c) Loretta Fiore
Nost­al­gia von Dar­ío Zeruto, Foto: © Loret­ta Fio­re

Aus­stel­lungs­er­öff­nung »Wie Reis aus­le­sen«
Mit einer Ver­nis­sa­ge wird heu­te das Pro­gramm der Lite­ra­ri­schen Woche fort­ge­setzt.  Zum ers­ten Mal sind in Bre­men Wer­ke des kuba­ni­schen Künst­lers Dar­ío Zeruto zu sehen. Der Wall-Saal der Stadt­bi­blio­thek ist der Haupt­aus­stel­lungs­raum einer grö­ße­ren Prä­sen­ta­ti­on der Arbei­ten mit Papier des in Bar­ce­lo­na leben­den Künst­lers, an der auch das Gerhard-Marcks-Haus, die Wil­helm Wagen­feld Stif­tung und die Vil­la Ichon betei­ligt sind. Im Insti­tu­to Cer­van­tes wird eine der ers­ten Arbei­ten des Künst­lers aus­ge­stellt. Der Künst­ler wird bei der Ver­nis­sa­ge anwe­send sein. Der Ein­tritt zu der um 19 Uhr begin­nen­den Aus­stel­lungs­er­öff­nung ist frei. [Mehr zu der Ver­nis­sa­ge fin­den sie hier >>] [Und hier erfah­ren sie wei­te­res über die Aus­stel­lung von Dar­ío Zeruto]

Heim­spiel vor aus­ver­kauf­tem Haus
Ges­tern Abend wur­de die Lite­ra­ri­sche Woche 2020 mit einer Buch­prä­sen­ta­ti­on der in Bre­men gebo­ren Autorin Nora Bossong eröff­net. Der Wall-Saal war gedrängt voll als die heu­te in Ber­lin leben­de Schrift­stel­le­rin in einer Lesung und im Gespräch mit der Bre­mer Lite­ra­tur­re­dak­teu­rin Kat­rin Krä­mer (Radio Bre­men Zwei) ihren aktu­el­len Roman »Schutz­zo­ne« vor­stell­te. [Mehr zu der Ver­an­stal­tung fin­den sie hier >>]

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Donnerstag, 16. Januar

Nora Bossong, Foto: © Hei­ke Stein­weg

Zum Auf­takt der Lite­ra­ri­schen Woche 2020: Nora Bossong liest aus ihrem neu­en Roman »Schutz­zo­ne«
Qua­si ein Heim­spiel hat die gebo­re­ne Bre­me­rin Nora Bossong, die mor­gen Abend im Wall-Saal der Zen­tral­bi­blio­thek die Lite­ra­ri­sche Woche mit der Prä­sen­ta­ti­on ihres Romans »Schutz­zo­ne« eröff­net. In einer Lesung und im Gespräch mit der Bre­mer Lite­ra­tur­re­dak­teu­rin Kat­rin Krä­mer (Radio Bre­men Zwei) stellt die Autorin ihr aktu­el­les Werk vor, mit dem sie sich im letz­ten Jahr auf der Long­list des Deut­schen Buch­prei­ses plat­zie­ren konn­te. »Wo ande­re noch nach der Spra­che suchen, mit der sie den Murks der gro­ßen wei­ten Welt erfas­sen und beschrei­ben möch­ten, hat Bossong sie eben­dort gefun­den« mein­te die Süd­deut­sche Zei­tung im letz­ten Jahr. Wir dür­fen uns auf eine span­nen­de Lesung freu­en.
[Mehr zu der Ver­an­stal­tung fin­den sie hier >>]

 

Mittwoch, 15. Januar

Symbolbild KalenderserviceKei­nen Ter­min mehr ver­pas­sen – der Lite­ra­ri­sche Woche Kalen­der­ser­vice
Alle Ter­mi­ne der Lite­ra­ri­schen Woche als Daten­da­tei für ihren elek­tro­ni­schen Kalen­der: die­sen Ser­vice bie­ten wir ihnen auch in die­sem Jahr wie­der an. Sie kön­nen die Daten bequem mit ihrem Kalen­der im Inter­net ver­knüp­fen oder als Datei her­un­ter­la­den – alle Ter­mi­ne kom­plett mit nähe­ren Infor­ma­tio­nen zu den ein­zel­nen Events – und sie ver­pas­sen kei­ne der Ver­an­stal­tun­gen der Lite­ra­ri­schen Woche 2020.
[Nähe­re Infor­ma­tio­nen fin­den sie hier >>]

Montag, 23. Dezember

Lie­be in unüber­sicht­li­chen Zei­ten –
Lebens- und Lie­bes­sti­le im Sog der Ver­än­de­rung

44. Lite­ra­ri­sche Woche Bre­men
16. – 23. Janu­ar 2019

»Es ist was es ist sagt die Lie­be…« 1983 wur­de der Haupt­preis des Bre­mer Lite­ra­tur­prei­ses an Erich Fried ver­lie­hen. Eines sei­ner bekann­tes­ten Liebes-Gedichte ist der zen­tra­len Fra­ge gewid­met, was denn Lie­be eigent­lich aus­macht und mün­det schließ­lich in der Erkennt­nis »Es ist was es ist…«.
Die 44. Lite­ra­ri­sche Woche beleuch­tet die Lie­be aus ande­ren Per­spek­ti­ven. Sie setzt sich inhalt­lich mit unter­schied­li­chen Lebens- und Lie­bes­sti­len aus­ein­an­der, die zu allen Zei­ten auch in den Sog der jewei­li­gen gesell­schaft­li­chen Ver­än­de­run­gen gerie­ten. Die Autor*innen der 44. Lite­ra­ri­schen Woche Bre­men schrei­ben über die Lie­be in unter­schied­li­chen his­to­ri­schen Kon­tex­ten und the­ma­ti­sie­ren Bezie­hungs­ebe­nen in ver­schie­de­nen Dimen­sio­nen. Da ist die lei­den­schaft­li­che Lie­be, die ver­eint, die Lie­be die stark macht und sogar Wider­stand gegen poli­ti­sche Herr­schafts­sys­te­me leis­tet. Aber, es gibt auch die ver­zwei­fel­te, radi­ka­le oder leid­vol­le Lie­be und das Auf­be­geh­ren gegen kon­ven­tio­nel­le Lebens­sti­le. Das WIE ist divers, aber das WAS ist exis­ten­ti­ell und uner­schüt­ter­lich – die Lie­be ist die Essenz unse­res Daseins. Las­sen Sie sich von den facet­ten­rei­chen Bei­trä­gen über­ra­schen und Ihre Lei­den­schaft für die Lite­ra­tur aufs Neue ent­fa­chen!

 

(Kat­ja Bisch­off)