Reinhard Jirgl
Reinhard Jirgl wurde 1953 in Berlin (Ost) geboren.
Er machte eine Ausbildung zum Elektromechaniker und arbeitete nach dem Studium der Elektronik als Hochschul-
ingenieur. Seit 1996 ist er freier Schriftsteller. Reinhard Jirgl wurde u.a. mit dem Alfred-Döblin-Preis, dem Literaturpreis der Stadt Marburg, dem Joseph-
Breitbach-Preis und dem Dedalus-Preis für Neue Literatur ausgezeichnet. Für 2005 und 2006 erhielt er das Arno-Schmidt-Stipendium. Zuletzt von ihm im Hanser Verlag erschienen: Die Trilogie Genealogie des Tötens, 2002 und der Roman Die Unvollendeten, 2003.
Reinhard Jirgl: Die Atlantische Mauer
Lesung
Begrüßung: Erwin Miedtke
Moderation: Dr. Stephan Braese, Hamburg
Büchertisch: Buchhandlung Franz Leuwer
Eintritt 5 Euro / erm. 4 Euro
Donnerstag, 3. Februar, 20 Uhr
Zentralbibliothek, Wall-Saal, Am Wall 201
Die atlantische Mauer liegt zwischen der Neuen und der Alten Welt. Was treibt die Menschen auch heute noch dazu, ihr Leben in Deutschland aufzugeben und in den USA ein neues zu suchen – selbst dann, wenn sie ihre Lebensmitte bereits überschritten haben?
»Ich bin noch einige Schritte vom Altwerden entfernt – aber nahe genug schon dran, um zu wissen: Ich hab keine Stunde mehr zu verschenken. Nicht eine. So will ich nicht länger gelebt werden.« In diese Worte fasst eine Frau aus Berlin den Entschluss, jegliche Bindung ans Altvertraute zu kappen und ein Leben in New York nach ihren ureigensten Wünschen zu beginnen. Um so ernüchternder dann, den ersten Anlauf ins Gelobte Land verpatzt zu haben und wieder zurück zu müssen nach Berlin. In dichter Sprache und packenden Bildern erzählt Reinhard Jirgl eine verstörende Geschichte von Scheitern und Aufbruch.