Reinhard Jirgl
Reinhard Jirgl wurde 1953 in Berlin (Ost) geboren.
Er studierte Elektrotechnik an der Humboldt-Universität und war von 1978 bis 1995 Techniker an der Volksbühne Berlin. Seit 1993 erhielt er zahlreiche Literaturpreise – unter anderen den Alfred-Döblin-Preis, den Josef-Breitbach-Preis und 2003 den
Kranichsteiner Literaturpreis. Ebenfalls im Hanser Verlag sind von ihm erschienen: Die Trilogie »Genealogie des Tötens«, 2002, und der Roman »Die Unvollendeten«, 2003. Reinhard Jirgl lebt als freier Schriftsteller in Berlin.
Abtrünnig
Carl Hanser Verlag, 2005
Aus der Jurybegründung:
»Reinhard Jirgl erhält den Bremer Literaturpreis 2006 für ein Buch der Sprachkraft und des bösen Blicks. Sein Roman ›Abtrünnig‹ bannt die Gegenwart des wieder-vereinigten Deutschland in halluzinatorische Landschaftsbilder und Figuren,
in denen die Dämonen der globalisierten Welt hausen. Hier macht die Literatur
eines Landes im Umbruch der politischen Krisenrhetorik erfolgreich Konkurrenz.«
Der Bremer Literaturpreis 2006
Der Bremer Literaturpreis wird seit 1954 verliehen; er ist aktuell mit 20.000 Euro dotiert. 1977 wurde zusätzlich ein Förderpreis eingerichtet. Das Preisgeld in Höhe von 6.000 Euro stiftet seit 2004 die ÖVB Öffentliche Versicherung Bremen.
Die Überreichung beider Preise durch den Vorsitzenden des Vorstands der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung findet traditionell am 26. Januar, dem Geburtstag Rudolf Alexander Schröders, im Bremer Rathaus statt.