In ihrer Laudatio auf Felicitas Hoppe stellte Dr. Gudrun Boch, Mitglied der Jury, fest, man könne Hoppes Roman »Johanna« als Traumgeschichte auffassen, als Mummenschanz, als ein Spiel, als Satire auf den Wisssenschaftsbetrieb, als Liebesgeschichte. »All das und noch viel mehr lässt der Text zu, entzieht sich zugleich aber der Festlegung auf die eine oder andere Deutung. Denn er ist kapriziös, schlägt viele Richtungen ein, öffnet Echoräume, setzt witzige Pointen, stellt Existenzfragen (»Wer sind wir wirklich?«), legt Spuren zu Felicitas Hoppes früheren Werken mit Wörtern und Sätzen, die wie Geheimcodes den Hoppeschen Kosmos abstecken.«
Die Kritikerin resümierte: »Felicitas Hoppe gelingt das Kunststück, zu einem finsteren Kapitel der Inquisitionsgeschichte ein lichtes, ein helles Buch der Gegenwart zu schreiben. Ein Buch, das Befreiung atmet und jeder Festschreibung auf Botschaften oder Ideologien widersteht. Die Jungfrau von Orleans wird weder vereinnahmt noch instrumentalisiert.«
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