









Martin Kluger erhält Bremer Literaturpreis 2009 –
Förderpreis für Mathias Gatza
Bremen, 15. November 2008 Den Bremer Literaturpreis 2009 der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung erhält Martin Kluger nach der Entscheidung der Jury vom 15. November für seinen 2008 im DuMont Verlag erschienenen Roman »Der Vogel, der spazieren ging«.
Dazu die Jury: »Der Bremer Literaturpreis 2009 geht an Martin Kluger für seinen Roman »Der Vogel, der spazierenging«, einer ebenso turbulenten wie schwarzen Komödie, in der literarisches Formbewusstsein und erzählerischer Einfallsreichtum die Gespenster der Vergangenheit darstellen und zugleich in Schach halten.«
Martin Kluger, geboren 1948 in Berlin, studierte Anglistik und Linguistik in Oberlin (Ohio), Tübingen und Berlin, war Dozent an der TU Berlin und betätigte sich als Werbetexter und literarischer Übersetzer. Als Romanautor fand Kluger mit seinem über 1.000 Seiten umfassenden Werk »Abwesende Tiere« (DuMont 2002), dem historischen Roman »Die Gehilfin« sowie dem Erzählungsband »Der Koch, der nicht ganz richtig war« (beide DuMont 2006) große Beachtung. Martin Kluger lebt in Berlin und Montevideo.
Mathias Gatza erhält den mit 6.000 Euro dotierten Förderpreis des Bremer Literaturpreises 2009 für seinen 2008 im Rowohlt-Verlag erschienenen Roman »Der Schatten der Tiere«.
Der Förderpreis wird seit 2005 von der ÖVB – Öffentlichen Versicherung Bremen finanziert.
Dazu die Jury: »Der Förderpreis geht an Mathias Gatza für seinen Debütroman »Der Schatten der Tiere«, der in einer so kunstvollen wie diagnostisch kühlen Sprache von einer Dreiecksbeziehung unter dem Stern von Tod und Wahn erzählt. Dieses kühn konstruierte Buchs zieht den Leser in den Sog des Selbstverlustes der Figuren und stellt ihn vor ein literarisches wie kriminalistisches Rätsel.«
Mathias Gatza, 1963 geboren in Berlin, hat nach zwei Jahrzehnten als Lektor und Verleger vor allem deutschsprachiger Gegenwartsliteratur die Seite gewechselt und schreibt. »Der Schatten der Tiere« ist sein erster Roman. Mathias Gatza lebt in Berlin.
Der Jury gehören an:
Dr. Gudrun Boch, Sibylle Cramer, Dr. Lothar Müller, Barbara Lison, Richard Kämmerlings, Dr. Roman Bucheli und Michael Sieber.
Preisverleihung:
Die Preise werden am Montag, 26. Januar 2009, am Geburtstag von Rudolf Alexander Schröder, um 12 Uhr im Bremer Rathaus durch den Vorsitzenden der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung, Herrn Staatssekretär a. D. Michael Sieber, verliehen. Dr. Lothar Müller wird dann die Laudatio auf Martin Kluger halten, Richard Kämmerlings die Laudatio auf Mathias Gatza.
Im Umfeld der Preisverleihung veranstaltet die Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung traditionell die Literarische Woche – in diesem Jahr unter dem Thema »Mauerfälle«
Beide Preisträger lesen aus ihren Werken am Sonntag, 25. Januar 2009 um
18 Uhr im Neuen Schauspielhaus des Bremer Theaters.


Lucas Gerber ist der Gewinner des diesjährigen Wettbewerbs für die Gestaltung der Printmedien der »Literarischen Woche Bremen«. Sein Beitrag überzeugte die Jury aus Vertretern der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung, der Planungsgruppe zur Literarischen Woche und der Hochschule für Künste – ein weißes Plakat, versehen mit den allernötigsten Informationen zur Literarischen Woche, in der Mitte durchgerissen. Dieser Riss weckt Assoziationen wie Teilung und Vereinigung und setzt sich so in einer spielerischen Art und Weise mit der Thematik der Literarischen Woche auseinander.
Den zweiten Platz errang Sebastian Knickmann dessen typografischer Entwurf mit der Wortmarke der Literarischen Woche spielt. Er wurde auch mit der Umsetzung seines Entwurfs für die Öffentlichkeitsarbeit der Literarischen Woche 2009 beauftragt.
Am heutigen Montag, den
10. November übergab die Geschäftsführerin der Stiftung und Direktorin der Stadtbibliothek, Barbara Lison die Gewinner-Schecks an die beiden Preisträger.
Die prämierten Beiträge sowie alle eingereichten studentischen Entwürfe sind in einer Ausstellung vom 7. Januar bis zum 3. Februar 2009 in der Zentralbibliothek, Am Wall 201 zu sehen.
[Mehr zu dieser Ausstellung, zum Wettbewerb und Abbildungen aller Beiträge finden Sie hier >>]
Literarische Woche Bremen 2009: »Mauerfälle«
Die deutsche Teilung 1949 vor 60 Jahren und der Fall der Mauer 1989 vor 20 Jahren – diese beiden Ereignisse stehen im Zentrum der Literarischen Woche Bremen 2009 und werden von ihr im Kontext von Literatur, Bildender Kunst, Film und Politik thematisiert. Mit Blick auf die deutsche Zeitgeschichte und auf das Leben in Deutschland-Ost und Deutschland-West vor und nach der Wende laden wir Autorinnen und Autoren nach Bremen ein, die sich in ihren aktuellen Werken diesem Thema besonders gewidmet haben. Was war die Rolle von Autorinnen und Autoren, von Künstlerinnen und Künstler, wie sahen ihre Schreibstrategien aus, wie wirkten die Ereignisse auf ihre Erinnerungs- und künstlerischen Prozesse?
In vielfältigen Formaten an verschiedenen Veranstal-tungsorten in der ganzen Stadt kann das Publikum den interdisziplinären Ansatz der Literarischen Woche Bremen erleben: in Lesungen, Gesprächen, Diskussionen, Musik, Film und Performances sowie in einem speziellem Chatforum im Virtuellen Literaturhaus Bremen.
Update 23.1.09
Lesen Sie zum Programm und zum Thema der Literarischen Woche 2009 auch die Rede, die Erwin Miedtke, stellvertretender Direktor der Stadtbibliothek Bremen, zur Eröffnungslesung am 22. 1. im Wall-Saal hielt.
[Die Rede von Erwin Miedtke finden Sie hier >>]