

Männer. Krise. Hier gilt es, wie meist, wenn es um Identitäten und Lebensläufe geht, sinnvoll Fragezeichen zu setzen. Welcher Mann? Was für eine Krise? Verändert sich Männliches in Zeiten, da die eine Krise, die ökonomische, so sehr in aller Munde ist, dass viele sie nur noch »K-Wort« nennen. Oder ist sie, die Männlichkeit selbst in eine Krise geraten, die mit jener anderen nur am Rand zu tun hat? Tut letzteres gar gut?
Identitätskonstruktionen zu reflektieren und Biographien nachzuzeichnen (oder auch im Konjunktiv zu entwerfen), gehört zu den ureigensten Betätigungsfeldern der Literatur. Als eigensinnige und subjektive Krisenphänomenologie des Geschlechts unternimmt dieses radiophone Format einen Annäherungsversuch. Hören Sie Hausbesuche bei und Spaziergänge mit den Gästen der Literarischen Woche. Außerdem schaut Tim Schomacker für Sie fern, blättert in einschlägigen und abseitigen Büchern und begegnet Männern und Frauen diesseits und jenseits der Krise. Und zwar gerade so eigensinnig und subjektiv wie es sich für einen Annäherungsversuch gehört.
Neben Beiträgen zu und Gesprächen mit Michael Roes, Casey McKee, Marlene Streeruwitz, Roman Graf, Andrés Neumann, André Rauch, Finn-Ole Heinrich, Ines Kappert, Gunther Geltinger kommen Expertinnen und Experten aus ganz unterschiedlichen Lebensbereichen zu Wort. Und jede Ausgabe schließt mit einer 99 Worte langen Momentaufnahme aus der Geschichte der Männerbilder.
Tim Schomacker, Jahrgang 1973, lebt als freier Journalist, Schriftsteller, Radiomacher und Musiker in Bremen.
Eine Produktion von kulturg.u.t in Zusammenarbeit
mit der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung und dem Literaturhaus Bremen