42. Literarische Woche Bremen: Herkunft und Identität – Lebensbilanzen in Literatur, Kunst und Film 19.1-1.02.2018
Bremer Literaturpreis
 
 
 
Abbildung: Thomas Lehr (Foto: © Lilli Kern)
Thomas Lehr
Thomas Lehr, 1957 in Speyer geboren, studierte zunächst Biochemie, bevor er sich ganz der Schriftstellerei zuwandte. Für sein umfangreiches Werk erhielt er zahlreiche Preise, zuletzt den Berliner Literaturpreis, den Marie-Luise Kaschnitz-Preis und den Joseph Breitbach-Preis. Sein letzter Roman »Schlafende Sonne« stand auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises. Thomas Lehr lebt in Berlin.


 
Abbildung: Buchcover Thomas Lehr »Schlafende Sonne«
Thomas Lehr:
Schlafende Sonne

Hanser Verlag, 2017,
640 S., 28 EUR
ISBN: 978-3446256477

Aus der Jurybegründung:
»Der Bremer Literaturpreis 2018 geht an Thomas Lehr für seinen Roman ›Schlafende Sonne‹, der seine Figuren mit großer erzählerischer Kraft und sprachlichem Wagemut durch die Katastrophenlandschaften des zwanzigsten Jahrhunderts vom Ersten Weltkrieg über den Mauerfall bis nah in die Gegenwart begleitet und die historischen Verwerfungen durch ihre Spiegelung in Kunst, Philosophie und Naturwissenschaften erhellt.«

Der Bremer Literaturpreis 2018
Der Bremer Literaturpreis wird seit 1954 verliehen; er ist aktuell mit 25.000 Euro dotiert. 1977 wurde zusätzlich ein Förderpreis eingerichtet. Das Preisgeld in Höhe von 6.000 Euro stiftet seit 2005 die ÖVB Öffentliche Versicherung Bremen.
Die Überreichung beider Preise durch den Vorsitzenden des Vorstands der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung findet traditionell um den 26. Januar herum, den Geburtstag Rudolf Alexander Schröders, im Bremer Rathaus statt.


Die Preisträger 2018:
Thomas Lehr und Laura Freudenthaler (Förderpreis)


Lesung der Preisträger
Moderation: Dr. Lothar Müller (Süddeutsche Zeitung),
Vorsitzender der Jury des Bremer Literaturpreises 2018
Eintritt frei

Sonntag, 28. Januar, 18 Uhr
Glocke, Kleiner Saal, Domsheide 6-8

Verleihung der Preise
Begrüßung: Der Senator für Kultur,
Bürgermeister Carsten Sieling
Laudationes: Dr. Stefan Zweifel auf Thomas Lehr,
Dr. Wiebke Porombka auf Laura Freudenthaler
Musik: Natalia Mateo (Gesang) / Dany Ahmad (Gitarre)
Mit freundlicher Unterstützung von jazzahead!
Eintritt frei
Gruppen melden sich bitte an unter: 0421-3614708
(Stadtbibliothek/Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)

Montag, 29. Januar, 12 Uhr
Obere Halle im Alten Rathaus, Am Markt

Laura Freudenthaler
Laura Freudenthaler, geboren 1984 in Salzburg, studierte Germanistik, Philosophie und Gender Studies. Die Erzählungen »Der Schädel von Madeleine. Paargeschichten« erschienen 2014. »Die Königin schweigt« ist ihr Debütroman. Laura Freudenthaler lebt in Wien

Abbildung: Laura Freudenthaler (Foto: © Andrea Borowiec)
Laura Freudenthaler: Die Königin schweigt
Droschl Verlag, 2017, 208 S., 20 EUR
ISBN: 978-3990590010
Aus der Jurybegründung:
»Mit dem Förderpreis des Bremer Literaturpreises wird Laura Freudenthaler für ›Die Königin schweigt‹ ausgezeichnet. Ein stiller, konzentrierter Roman, der eine alte Frau, die sich gegen das Erinnern und das Erzählen sperrt, auf ihr von Verlusten bestimmtes Leben zurückblicken lässt. Freudenthaler zeichnet das eindringliche Porträt einer Generation, die ein scheinbar unspektakuläres Dasein führte, in dem sich aber tatsächlich die große Geschichte verbirgt.«


Abbildung: Buchcover Laura Freudenthaler »Die Königin schweigt«