Marlene Streeruwitz
Marlene Streeruwitz wurde in Baden bei Wien (Niederösterreich) geboren. Studium der Slawistik und Kunstgeschichte. Journalistin der Öko-Zeitschrift »Natur ums Dorf«. Seit 1992 werden ihre Theaterstücke an zahlreichen Bühnen aufgeführt. 1996 erschien ihr erster Roman, »Verführungen. 3. Folge. Frauenjahre«. Seither sind zahlreiche Romane, Theaterstücke, Novellen und theoretische Schriften erschienen. Marlene Streeruwitz erhielt für ihre Werke zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt den Droste-Preis und den Peter-Rosegger-Literaturpreis. Sie arbeitete auch als Regisseurin und Autorin von Theaterstücken und Hörspielen. Marlene Streeruwitz lebt in Berlin, Wien, London und New York.
Die Schmerzmacherin
S. Fischer Verlag, 2011
Aus der Jurybegründung:
»Marlene Streeruwitz erhält den Bremer Literaturpreis für einen Thriller, der alle Gesetze des Thrillers verletzt: nichts wird gut, nichts wird aufgeklärt. ›Die Schmerzmacherin‹ nimmt den Leser mit in die Bedrohung einer überkontrollierten Welt. Das mitreißende Stakkato der Sprache ist einer jungen Frau auf den Fersen, die in der düsteren Maschinerie der Sicherheitsindustrie ihre Zukunft sucht und sich damit einer anonymen Gewalt ausliefert.«
Der Bremer Literaturpreis 2012
Der Bremer Literaturpreis wird seit 1954 verliehen; er ist aktuell mit 20.000 Euro dotiert. 1977 wurde zusätzlich ein Förderpreis eingerichtet. Das Preisgeld in Höhe von 6.000 Euro stiftet seit 2004 die ÖVB Öffentliche Versicherung Bremen.
Die Überreichung beider Preise durch den Vorsitzenden des Vorstands der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung findet traditionell um den 26. Januar herum, den Geburtstag Rudolf Alexander Schröders, im Bremer Rathaus statt.
Die Preisträger 2012:
Marlene Streeruwitz und Joachim Meyerhoff (Förderpreis)
Lesung der Preisträger
Moderation: Dr. Lothar Müller (Süddeutsche Zeitung),
Vorsitzender der Jury des Bremer Literaturpreises 2012
Büchertisch: Humboldt Buchhandlung
Eintritt frei
Mittwoch, 25. Januar, 20 Uhr
Neues Schauspielhaus, Goetheplatz 1
Verleihung der Preise
Begrüßung: Bürgermeister Jens Böhrnsen, Senator für Kultur
Laudationes: Dr. Daniela Strigl, Wien, auf Marlene Streeruwitz,
Richard Kämmerlings, Berlin, auf
Joachim Meyerhoff
Musik: Ulrich Mückenberger (Klarinette), Uli Sobotta (Euphonium)
Büchertisch: Buch- und Kunsthandlung Franz Leuwer
Eintritt frei
Gruppen melden sich bitte an unter: 0421-3614708
(Stadtbibliothek/Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
Donnerstag, 26. Januar, 13 Uhr
Obere Halle im Alten Rathaus, Am Markt
Joachim Meyerhoff
Joachim Meyerhoff wurde 1967 in Homburg a.d. Saar geboren und ist in Schleswig aufgewachsen. Ausbildung zum Schauspieler an der Otto-Falckenberg-Schule in München. Engagements in Bielefeld, Dortmund, am Staatstheater Kassel, an den Städtischen Bühnen Köln, 2001 Ensemblemitglied und Regisseur am Berliner Gorki-Theater, 2002 Engagement am Deutschen Schauspielhaus Hamburg und seit 2005 Ensemblemitglied am Wiener Burgtheater. Daneben konzipiert Joachim Meyerhoff auch immer wieder eigene Programme. »Alle Toten fliegen hoch. Amerika« ist sein erster Roman.
Alle Toten fliegen hoch
Kiepenheuer & Witsch, 2011
Aus der Jurybegründung:
»Der Förderpreis zum Bremer Literaturpreis geht an
Joachim Meyerhoff für seinen Roman ›Alle Toten fliegen hoch. Amerika‹, der mit großem Witz von den Abenteuern eines deutschen Austauschschülers in der amerikanischen Provinz erzählt – und es schafft, das komische
Ungeschick der Jugend und die Trauer des Helden um seinen toten Bruder miteinander zu verschmelzen.«