34. Literarische Woche Bremen: »Der Mann in der Krise?« 21.01-30.01.2010
Bremer Literaturpreis
 
 
 
Clemens Setz (Foto: © Lukas Beck)

Clemens J. Setz

Clemens J. Setz, 1982 in Graz geboren, studiert dort Mathematik und Germa-nistik. Er ist Obertonsänger, Übersetzer und Gründungs-mitglied der Literaturgruppe »Plattform«. Er veröffentlichte Gedichte und Erzählungen in Zeitschriften und Antho-logien, u. a. in »manu-skripte«, »Lichtungen«, »Jahrbuch der Lyrik 2007« sowie im Rundfunk. 2007 erschien sein Romandebüt »Söhne und Planeten«. »Die Frequenzen« ist sein zweiter Roman. Clemens J. Setz
lebt und arbeitet in Graz.

 
Abbildung: Buchcover Clemens J. Setz: Die Frequenzen

Die Frequenzen

Residenz Verlag, 2009
Aus der Jurybegründung:
»Clemens J. Setz erhält den Bremer Literaturpreis für einen unerhörten Vater-Sohn-Roman, der sprachliche Könnerschaft mit Intelligenz und Leichtigkeit ausspielt. Mit anarchischer Phantasie unternimmt Setz eine schonungslos präzise Demontage des Familienromans. Zielsichere Komik und abgründige Metaphern verbinden sich zu einem sensorischen Wunderwerk, in dem sich eine neue Stimme von beängstigender Intensität und künstlerischer Autonomie eindrucksvoll manifestiert.«

Der Bremer Literaturpreis 2010
Der Bremer Literaturpreis wird seit 1954 verliehen; er ist aktuell mit 20.000 Euro dotiert. 1977 wurde zusätzlich ein Förderpreis eingerichtet. Das Preisgeld in Höhe von 6.000 Euro stiftet seit 2004 die ÖVB Öffentliche Versicherung Bremen.
Die Überreichung beider Preise durch den Vorsitzenden des Vorstands der Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung findet traditionell um den 26. Januar herum, den Geburtstag Rudolf Alexander Schröders, im Bremer Rathaus statt.


Die Preisträger 2010:
Clemens J. Setz und Roman Graf (Förderpreis)


Lesung der Preisträger
Moderation: Dr. Roman Bucheli
Büchertisch: Buchhandlung Thalia
Eintritt frei

Montag, 25. Januar, 20 Uhr
Neues Schauspielhaus, Goetheplatz 1

Verleihung der Preise
Begrüßung: Bürgermeister Jens Böhrnsen, Senator für Kultur
Laudationes: Mathias Gatza auf Clemens J. Setz,
Dr. Roman Bucheli auf Roman Graf
Musik: Jörn Schipper (Vibraphon) und Thomas Milowski (Kontrabass)
Büchertisch: Buch- und Kunsthandlung Franz Leuwer
Eintritt frei
Gruppen melden sich bitte an unter: 0421-3614708
(Stadtbibliothek/Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)

Dienstag, 26. Januar, 12 Uhr
Obere Halle im Alten Rathaus, Am Markt

Roman Graf
Roman Graf ist 1978 in Winterthur, Schweiz, geboren. Nach einer Lehre als Forstwart, längeren Aufenthalten in London und Grenoble sowie der Tätigkeit als Behindertenbetreuer studierte Publizistik an der Schule für Angewandte Linguistik in Zürich und absolvierte von 2003 bis 2007 das Deutsche Literaturinstitut in Leipzig. 2007 Artist in Residence in der Villa Decius, Krakau, sowie ein Aufenthaltstipendium im Edith-Stein-Haus in Breslau. Verschiedene Publikationen in Literaturzeitschriften und Anthologien. Roman Graf lebt als freier Autor in Leipzig und in Winterthur.

Roman Graf (Foto: © Stefan Kubli)
Herr Blanc
Limmat Verlag, 2009
Aus der Jurybegründung:
»Roman Graf erhält den Förderpreis zum Bremer Literaturpreis für seinen Erstlingsroman ›Herr Blanc‹, in dem er eine abgründig trostlose Lebens- und Liebesgeschichte in radikaler Konsequenz aus dem inneren Gedankenstrom seiner Figur heraus erzählt. Roman Grafs aufreizend nüchterne Sprache schöpft die Komik aus dem schreienden Widerspruch zwischen Blancs überschießender Gedankenwelt und der Ereignislosigkeit seines Alltags.«



Abbildung: Buchcover Roman Graf: Herr Blanc