Donnerstag, 14. Januar
»Die Zeit wird immer finsterer«
Rudolf Alexander Schröder in den Jahren des Nationalsozialismus
Ein Vortrag von Prof. Dr. Klaus Goebel
Rudolf Alexander Schröders Distanz zur NS-Diktatur ist bekannt. Als er 1948 Ehrenbürger von Bremen und im Jahr darauf Ehrenpräsident der von ihm mitgegründeten Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung wurde, galten diese Auszeichnungen einem Dichter, der sich von den Nazis nicht hatte verbiegen lassen. Im Gegenteil, für Schröder war Hitlers Regime schon bald nach seinem Beginn zum »europäischen Alpdruck« geworden und das Programm der NSDAP »Elaborat schieren Wahnsinns«. Doch im einzelnen ist sein Leben »im Trümmerfall der Zeiten«, wie es in einem 1943 entstandenen Gedicht heißt, bisher nicht untersucht worden. Prof. Dr. Klaus Goebel (Wuppertal) schildert, wie Schröders Innere Emigration für den Dichter auch bedeutete, sich Ende 1935 von Bremen zu lösen und in Oberbayern eine neue Heimat zu finden. Unbekannte biographische Dokumente, die der emeritierte Historiker der Technischen Universität Dortmund in Schröders Nachlass entdeckte, stützen die Darstellung.
Klaus Goebel lehrte als Historiker bis zur Emeritierung an der Technischen Universität Dortmund und lebt in Wuppertal. Er veröffentlichte zuletzt »Nur einmal war er sprachlos. Erinnerungen an Johannes Rau« und entdeckte in jüngster Zeit einen verloren geglaubten Teil des Nachlasses von Rudolf Alexander Schröder.
Begrüßung:
Barbara Lison (Rudolf-Alexander-Schröder-Stiftung).
Eintritt frei
18 Uhr
Zentralbibliothek,
Am Wall 201 – Krimibibliothek
